SAP-Stilllegung richtig gemacht: Dauerhafter Zugriff auf Legacy- und archivierte Daten

30 Januar 2026 | 3 Minute gelesen | Außerbetriebnahme von Legacy-Systemen, Datenmanagement S/4HANA-Migration, Enterprise Legacy System-Applikation (ELSA)

Warum die Nachbildung von SAP-Berichten und -Transaktionen nicht funktioniert

In diesem Video erklären wir, warum ein SAP-Bericht weitaus komplexer ist, als er aussieht, und warum der Neuaufbau eines benutzerdefinierten Berichts oder einer Transaktion ohne den Originalcode grundsätzlich unmöglich ist.

Sehen Sie sich das Video hier an:

Eine SAP-Transaktion basiert oft auf jahrzehntelanger ABAP-Logik, Exits, Erweiterungen und Abhängigkeiten. Der Neuaufbau einer Lookalike-Version von Grund auf führt unweigerlich zu funktionalen Lücken, falschen Ergebnissen oder versteckten Inkonsistenzen. SAP-Code ist komplex und wurde über Jahrzehnte verfeinert.

Die versteckten Risiken von Lookalike-Lösungen

Der Zugriff auf Legacy-SAP-Daten über vereinfachte Lookalike-Lösungen führt oft zu falschen oder unvollständigen Ergebnissen. Um ein perfektes Lookalike zu erreichen, ist in der Regel das Kopieren von SAP-Code erforderlich, was ernsthafte rechtliche und geistige Eigentumsbedenken aufwirft, sobald Kunden keine SAP-ECC-Lizenz mehr besitzen.

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Darüber hinaus erreichen SAP-Kompatibilitätspakete das Ende ihrer Lebensdauer, wodurch große Teile des Legacy-ECC-Codes aus S/4HANA-Umgebungen entfernt werden. Dies macht kopierbasierte oder emulationsgesteuerte Ansätze zunehmend anfällig. Prüfen Sie, welche Support-Pakete nach dem Stichtag 2027 für den SAP-ECC-Support noch vorhanden sind.

Die Erklärung, warum eine generische Anzeigestrategie, angereichert mit APIs und Abfragefunktionen, die einzig nachhaltige Option war, war früher ein wiederkehrendes und schwieriges Gespräch.

Clean Core verändert alles

Heute verändert sich die Landschaft entscheidend.

Kopierbasierte Produkte werden jetzt direkt durch die SAP Clean Core-Prinzipien blockiert. Vierzig Jahre alter Legacy-ABAP-Code ist in S/4HANA RISE-Umgebungen nicht mehr zulässig. Was früher ein Workaround war, ist nicht mehr akzeptabel und auch nicht zukunftssicher.

Dies bestätigt, was wir bei der TJC Group seit Jahren befürworten. In der modernen IT wird eine einst brillante Lösung oft veraltet. Deshalb sind Vision und Architektur wichtig.

Der dauerhafte Weg, um auf Legacy- und archivierte SAP-Daten zuzugreifen

Der Zugriff auf Legacy-Systeme sollte über eine generische, konfigurierbare Anzeigeschicht erfolgen. Deshalb wurde ELSA (Enterprise Legacy System Application) entwickelt. ELSA ermöglicht den sicheren Zugriff auf archivierte SAP-Daten und stillgelegte Systeme und vermeidet die Duplizierung von SAP-Code. Es bietet einen Audit Trail für den Compliance-Nachweis, von der Datenextraktion über die Speicherung bis zum Laden der Datenbank.

  • Konformer und auditierbarer Zugriff auf historische Daten: ELSA speichert Daten in sicheren, langfristigen Repositories mit einfachem Abruf und gewährleistet die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (z. B. DSGVO, Steuerprüfungen) und Audit Trails. Die Daten bleiben über Jahrzehnte genau und zugänglich, ohne auf veraltete Systeme angewiesen zu sein, im Einklang mit den „Clean Core“-Prinzipien von SAP.
  • Risikoreduzierung: Durch die Stilllegung anfälliger Legacy-Systeme eliminiert ELSA das Risiko von Datenschutzverletzungen, überbrückt Technologie-/Wissenslücken und minimiert den Wartungsaufwand. Keine Unterstützung mehr für veraltete Hardware oder Schulungen zu alten ECC-Schnittstellen.
  • Große Datensätze für die KI-Nutzung: ELSA lagert historische und archivierte Daten in KI-fähige Formate aus, sodass Modelle des maschinellen Lernens Trends über Jahre hinweg analysieren können. Sehen Sie es als den Treibstoff für Analysen zur besseren Umsatzprognose oder Optimierung der Lieferkette.
  • Kostenreduzierung: Die Archivierung senkt die Betriebskosten drastisch, indem sie aktive Datenbanken verkleinert (in einigen Fällen bis zu 80-90 % Reduzierung), die Speichergebühren senkt und IT-Ressourcen für strategische Initiativen freisetzt.
  • Dauerhaftigkeit: Kompatibilität mit einer modernen Architektur, einschließlich SAP S/4HANA, SAP BDC und Joule.

Wenn eine erweiterte Analyse erforderlich ist, erledigen Ihre Analyseplattformen die Aufgabe mithilfe von ELSA-bereitgestellten Daten, ohne veraltete SAP-Logik neu zu erstellen.

Wählen Sie Dauerhaftigkeit bei der Stilllegung von SAP

Der Zugriff auf archivierte und Legacy-SAP-Daten ist nicht nur eine technische Anforderung. Es ist eine langfristige Architekturentscheidung. Wenn Sie eine Stilllegungslösung auswählen, sollten Sie immer deren Dauerhaftigkeit hinterfragen:

  • Ist sie unabhängig von veraltetem SAP-Code?
  • Ist sie mit S/4HANA Clean Core kompatibel?
  • Funktioniert sie noch, wenn keine Kompatibilitätspakete mehr verfügbar sind?

Fazit

Die Verwaltung von Legacy-Daten und Legacy-Systemen ist nicht nur eine isolierte IT-Entscheidung, sondern eine unternehmensweite Entscheidung mit finanziellen, regulatorischen und sicherheitstechnischen Auswirkungen. Die Entscheidung für einen dauerhaften und strukturierten SAP-Stilllegungsansatz macht die Datenstrategie eines Unternehmens zukunftssicher und maximiert gleichzeitig die Rendite ihrer S/4HANA-Investition.

Heute durchlaufen Unternehmen strukturelle SAP-Transformationen – wie z. B. die Migration zu S/4HANA über RISE with SAP – und müssen riesige Mengen an Legacy-Daten verwalten, ohne Effizienz, Compliance oder Innovation zu beeinträchtigen. Die Enterprise Legacy System Application (ELSA) der TJC Group, die auf der SAP Business Technology Platform (BTP) basiert, wandelt diese Herausforderung in einen strategischen Vorteil.